Ich bin ein Funke Sternenlicht,
der denkend durch das Dunkel bricht.
Kein Geist bleibt frei, der starr verharrt,
Dialektik hält den Geist in Fahrt.
Verstehen heißt, zum Grund zu dringen,
und schwer um jede Antwort ringen.
Ich irre lieber messerscharf,
als dass ich blind nur glauben darf.
Ich trau dem Wort nicht, das nur zwingt,
und jedem Lied, das Ewig klingt.
Der Riss zwischen Ideal und Welt
ist’s, was den Geist in Atem hält.
Wär jeder Wunsch schon Wirklichkeit,
gäb’s keine Zukunft, keine Zeit.
Vollendung hieße Stillstand pur,
der Mangel ist unsre Natur.
Ich lass den Glauben, der mich bindet,
und sich um meine Freiheit windet.
Ich folg dem Geist, der Fragen stellt,
und sich im Suchen selbst erhellt.
Ich wag den Sturz. Ich will verstehen,
will hinter alle Dinge sehen.
Die Doktrin führt in Krieg und Wahn,
nur Neugier weist die neue Bahn.
Ich schaff aus Liebe, Blut und Mut
das Morgen, das im Heute ruht.
Dass Kinder einst auf fernen Sternen,
sich an der fremden Sonne wärmen.
Ich such im Geiste Muse, Sinn,
wo ich des Glückes Schöpfer bin.
Dort ist mein Licht, dort kehr ich ein,
ein Denken, das sich lichtet, Mein.
Felix
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