Die Ruhe kehrt ein, jene begehrte,
die Gedankenstürme entfacht
im aufbrausenden Abwägen
der Frage nach dem Einvernehmen
befremdlicher, so zartfühliger Nähe.
Betrachtend der wenigen feinsten Traumfäden
klettere ich an ihnen entlang, einer Spinne gleich,
jedes Timbre abwartend, jeden unserer Gedanken abwägend,
meine Ziele verschleiernd, deine Träume umwebend,
meine Vorsätze nachziehend,
nach deiner Aufmerksamkeit strebend.
Mögen meine Worte deine Träume schüren,
dich in ruhiger Stunde liebkosend berühren,
auf dass du sie kleidest in deinem Gewand,
und wenn sie dich unruhigen Herzens nicht schlafen lassen,
in unbändiger Aufruhr durch deine Gedanken rasen,
sich ein kleiner Sturm in deinen Segeln fängt
und säuselnd meinen Namen nennt,
dann erhebe die Feder gegen diesen liebevollen Seelenschmerz
und schreibe nieder, was dich beherrscht.
Welch Antlitz, dass in der Nacht erblüht,
wenn Kerzenschein deine glänzende Haut erglüht,
von anschmiegsamer Seide umhüllt,
ganz still, dein Blick vertieft,
Wort für Wort, leicht hörbar gekratzt,
Urteil um Urteil auf blankes Papier gepackt.
Deine zarte Hand führt die steife Feder sicher
durch der Tusche nass.
Welch strahlender Anblick,
wenn du, meine verehrte Muse, schreibst,
und mein Begehren für einen Moment
in der Schönheit deines Augenblicks verweilt,
lebende Phantasie, strahlende Intensität.
Schürst so viel Freude, bittersüßes Leid,
so viel erhaschte Ewigkeit.
Da dein Blick, ein königlicher Fingerzeig,
lange nicht fertig, aber bereit.
In berauschender Nähe
begegne ich dir,
neben einem hastig verschobenen Stapel
unserer Worte, getränkten Papiers.
Levion