Vor einigen Wochen bin ich auf die Ausschreibung des Lyrikpreis München zum Thema „Dürers Melencolia I und die Gravur der Gegenwart“ http://lyrikpreis-muenchen.com/ gestoßen. Was ich sehr daran mag, ist dieses museale Emporhalten alter Werke und dessen Gewahrwerden. Seither taucht der Stich immer wieder auf, piekst sich in meine ganz anders geartete Gegenwart und fordert mehr, […]
Sternenstaub, der denkt
Ich bin ein Funke Sternenlicht, der denkend durch das Dunkel bricht. Kein Geist bleibt frei, der starr verharrt, Dialektik hält den Geist in Fahrt. Verstehen heißt, zum Grund zu dringen, und schwer um jede Antwort ringen. Ich irre lieber messerscharf, als dass ich blind nur glauben darf. Ich trau dem Wort nicht, das nur zwingt, […]
Nachtruhe
Die Feder ruht in meiner Hand, das letzte Wort steht still, dahinter nichts mehr, was noch werden will. Der Fokus löst sich aus dem Blick, die Schärfe wird zu Rauch, was eben noch mein Alles war, ist nur noch Aschestaub. Ich kenne diesen dunklen Raum, in dem nichts mehr werden kann, nur Stille nach dem […]
Spätes Herbstmärchen
I.Bunte Blätter haben den Himmel verlernt.Sie strömen herab, ohne zu fragen,landen auf festgetanzten Wegen,die keiner mehr geht,und stapeln sich dort zu welken Argumenten.Laub. Ein Blatt dreht sich nochmal um,„Bin ich Herbst, oder ein gefallener Baum?“Dann blieb es stumm. II.Der Baum steht schief.Ein kräftig gewachsener Irrtummit mehrdimensionalem Geäst. Er murmelt vor sich hin,sucht nach dem Sinn […]
Der Vogel
huscht unerkannt hin und her, fliegt krakelnd kreuz und quer, gewahr, ich bin da hinterher, da war er weg. Der Vogel.
Inszenierung im Licht
I Ankommen, Wahrnehmung (Sie öffnet die Tür. Der Regen hängt noch in ihrem Haar. Eine Kerze brennt. Wein. Ein Atemzug.) Er: Du bist spät. Sie: Ich wollte nicht pünktlich wirken. Er (lächelnd): Pünktlichkeit ist doch auch nur ein Kompromiss mit der Zeit. Sie: Und du kompromisslos wie immer. Er: Nein. Nur angekommen. Sie: Wo? Er: […]
Wesen der Zeit
Ich führe die Feder in der Zeit, Gänsehaut, wo meine Feder dich streift. Ich folge dem Schatten auf deiner Haut, Wesen der Zeit, aus Sterblichkeit gebaut. Ich flüstere zu deiner Muskelkraft, Wesen im Raum, wir verschmelzen in der Nacht. Die Worte kehren in mir zurück, schillernde Poesie, die schwärmt, dass du jetzt bist. So schreibt […]
Nichts, zum Lesen
Das Nichts ist ungewöhnlich, denn Nichts ist gerecht. Nichts ist still, Nichts ist klar, Nichts ist wahr. Nichts ist beständig, Nichts ist nah, Nichts ist unendlich, Nichts ist einfach da. Nichts ist frei, Nichts ist verlässlich, Nichts ist vollkommen, Nichts ist sicher. Manchmal ist mir Nichts lieber als gar nichts. Ich hoffe von Herzen, es […]
Die Verführung des Narziss
Die Ruhe kehrt ein, jene begehrte, die Gedankenstürme entfacht im aufbrausenden Abwägen der Frage nach dem Einvernehmen befremdlicher, so zartfühliger Nähe. Betrachtend der wenigen feinsten Traumfäden klettere ich an ihnen entlang, einer Spinne gleich, jedes Timbre abwartend, jeden unserer Gedanken abwägend, meine Ziele verschleiernd, deine Träume umwebend, meine Vorsätze nachziehend, nach deiner Aufmerksamkeit strebend. Mögen […]
Museologen, die Wächter der Kritik
Mein lieber Freund, Museologe Lieber Tempelwächter, deine Berufung führt mich heute nicht zu alten Gemälden, sondern zu meiner eigenen Ausstellung, jener Sammlung, die mich täglich umgibt. Ich habe sie selbst erschaffen, aus den Formen, Dingen, optimierten Routinen und kaum bemerkten Gewohnheiten. Nicht bewusst kuratiert, doch alles steht an seinem Platz, als folgte es einem unausgesprochenen […]
Extasieren
Was ist es, das mich immer wieder zu sich wiederholenden Handlungen führt, was mich so nah dabei berührt, mich verführt, mich bindet und meine Zeit verliert? Einige nennen es Sucht, Hingabe, Begehren, Freizeit, Aufgabe, Berufung, andere machen es einfach. Ich glaube ja, es ist die erblühende Intensität eines verlorenen Augenblicks, die sich mit der Handlung […]
The Vigilant³
The Vigilant – Synth Pop The Vigilant – Vocal DnB The Vigilant – Eurodance
Words³
Words Between Words Words Keeper Words Beyond Origin Essay
Erleben
Wenn die Worte in ihrer emotionalen Wirkung, in ihrer Intensität und in ihrer inspirativen Verlockung scheinbar verbraucht, ausgelaugt, verworfen und ausgebrannt sind; was bleibt dann von einem gelesenen Buch, außer einem Wissen? Was bleibt von einer Diskussion, außer einem Schweigen? Was bleibt von einem Tag, außer der folgenden Nacht? Ich meine die Seite die jenseits […]
Dancing on
Dancing On (Minimal) Dancing On (Bass Techno Slowmo) Dancing On (Happy Schranz) Origin Essay
You do
You Do (Minimal) You Do (Trance) You Do (House) Origin Essay
Words
Words Origin Essay
Nur ein Wort
Worte sind für sich nichts, sie gleichen für sich verloren gegangenen Hieroglyphen, sie haben keinen Sinn bestimmende Wirkung für sich, erkennen sich nicht, sind nichts, leeres Ding, totes Beiwerk, in einem unbekannten Prozess geformtes etwas, Steinen gleich sind sie da und doch ohne jede Wertung. Für sich als Begriff, entbehrt sich jedes Wort, als solches […]
Desire
Desire Origin Essay
Begierde
… Ist dir schon einmal aufgefallen, dass wir erst etwas voller Ungeduld begehren, wenn es unseren Verstand umhüllt, uns wie ein seidenes Tuch umschließt, wir weder Rast noch Ruhe finden und sich in jedem Gedanken, in jedem Handeln das so eigenst Begehrte verkündet? Und weiterführend: Ist Persönlichkeit nicht nur die Summe deiner Begierden? Ein ewiger […]
Nächte
Es gibt Nächte, da schau ich zu den Sternen und fühle mich wie ein schwebendes Korn in einem weiten leeren Raum gefüllt mit nichts. Und das was ich bin, was erkennt und was versteht, was spürt umhüllt mich, wie eine flammende Korona um einen schwarzen Stern. Ich schau in das kalte Leer das es umgibt […]
Kaffeeliebhaber
Kaffeeliebhaber – wie es war